KI-Videos planen: ein Workflow in fünf Schritten
Ein KI-Video besteht nicht nur aus bewegten Bildern. Du brauchst eine verständliche Aussage, einen passenden Ton und einen Schnitt, der beides zusammenführt. Lege zuerst fest, welches Ergebnis du erreichen willst – und wähle danach deine Werkzeuge.
1. Definiere genau eine Aussage
Schreibe einen Satz, den sich ein Zuschauer merken soll. Für ein Erklärvideo könnte das sein: „So plane ich Beiträge für die kommende Woche.“ Daraus ergibt sich ein klarer Ablauf: Problem zeigen, Lösung erklären, Ergebnis vorführen. Vermeide es, in einem kurzen Clip fünf verschiedene Funktionen unterzubringen.
2. Schreibe ein Skript mit Szenen
Trenne gesprochene Worte und sichtbare Handlung. Dann erkennst du früh, ob ein Satz durch ein Bild unterstützt wird oder nur Zeit füllt. Lies das Skript laut vor und miss die Dauer, bevor du Bilder oder Stimmen generierst.
Gesprochen: „Bereite deine Beiträge gesammelt vor.“
Bild: Eine eigene Bildschirmaufnahme zeigt, wie ein vorbereiteter Beitrag in einen Kalender eingeplant wird.
3. Entscheide zwischen Demo und generiertem Bild
Wenn du Software erklärst, zeigt eine echte Bildschirmaufnahme am deutlichsten, was sie kann. Generierte Szenen können einen Einstieg oder eine Stimmung liefern. Sie sollten aber keine Bedienoberfläche vortäuschen. Für generierte Clips bietet beispielsweise Runway Text- und Bild-zu-Video-Funktionen.
4. Stimme und Schnitt zusammenführen
Ein Text-to-Speech-Werkzeug wie ElevenLabs kann das Skript einsprechen. Prüfe Aussprache, Pausen und Betonung mit einer kurzen Probe. Für sprachbasierte Bearbeitung bietet Descript einen textbasierten Audio- und Videoschnitt. Das sind unterschiedliche Aufgaben; ein einzelnes Tool muss nicht alle übernehmen.
5. Vor dem Export kontrollieren
- Passt das Bildformat zu deinem geplanten Veröffentlichungsort?
- Sind Untertitel auf einem kleinen Bildschirm lesbar?
- Ist die Sprache verständlich und Musik ausreichend leise?
- Stimmen alle Aussagen über das gezeigte Produkt?
- Hast du die Nutzungsbedingungen für Bild, Stimme und Musik geprüft?
Starte mit einem vollständigen Probevideo
Erstelle zunächst einen Clip vom Anfang bis zum Ende. Notiere, wo Nacharbeit nötig war und welche Kosten entstanden sind. Erst danach lohnt es sich, denselben Ablauf auf eine Serie zu übertragen. Ein wiederholbarer Prozess ist hilfreicher als viele gleichzeitig abonnierte Werkzeuge.